VLOG 12 Gear-Review:  Fractal Audio AX8 – meine Metal-Presets zusammen mit Chapman Guitars ML-3 RC im Test

VLOG 12 Gear-Review: Fractal Audio AX8 – meine Metal-Presets zusammen mit Chapman Guitars ML-3 RC im Test

 

 

 

 

 

Moin,

heute dreht sich alles um die rockigeren Töne.
Die Videos zu den Custom-Patches am AX8 sind gut angekommen. Daher teile ich heute gerne ein von mir für meine Metal-Projekte zusammengestelltes Patch-Set.
Im Video erhältst du jeweils mannigfaltige Soundbeispiele in allen PickUp-Kombinationen an der ML-3 RC.

Die Gitarre ist repräsentativ für dieses Genre; pfundiges Klangholz, gepaart mit guter Hardware und Medium-Output Stack-Humbucker.
Sie deckt demnach ein weites Klangfeld ab und gibt dir einen sehr guten Überblick über die Wirkungsweise und die Klangunterschiede der jeweiligen Amp-Simulationen.

Von den Sound-Genen falle ich gerne auf die Ur-Eigenschaften von ENGL und MESA zurück.
Diese Amps überzeugen in der härteren Gangart mit ihren differenzierten (Tief-)Mitten, den prickelnden Zisselhöhen on Top sowie dem jeweils artikulations-starkem Gain-Setting.
Wie bei den “echten” Amps, gilt es bei der Nutzung und Programmierung die bauspezifischen Eigenschaften des jeweiligen Modells zu berücksichtigen.
Beim ENGL ist Vorsicht beim Gain geboten. Zu viel davon nimmt – bei hohen Masteramp-Einstellungen –  die eigentlich geniale Durchsetzungsfähigkeit. Knochentrocken und tight: das ist die Stärke des ENGL Savage 120 MK II. Und diese liegt in der klaren Power der 4 * 6550 Powertubes. Lass dieses Kraftwerk daher am besten eine “klare” Gainstruktur zu Höllenlärm verstärken. Der Druck kommt ganz allein über den Master.

 

Ähnlich verhält es sich bei den MESA, speziell der gesamten Boogie-Serie seit je her. Warum auch immer – die ursprünglich den Fender-Amp-Charakter als Basis nutzenden Custom-Amps aus Kalifornien – sind seeeehr (!) sensibel im Umgang der Settings im PreAmp. ‘
Die kleinste Änderung VOR dem Graphic-EQ wird überproportional im Poweramp geboostet durch die brachialen 6L6 Tubes. Je nach Modell sind es allein in der Pre-Stage 7(!) 12AX7 Röhren, die den Klang zur vollen Pracht verhelfen. Wenig hilft hier viel: von daher rate ich grundsätzlich mit den Bass und Gain-Settings behutsam ans Werk zu gehen. In der Tat reicht eine Reglerstellung von 1,5 (!) im Bass aus, um später am Graphic-EQ bei 80 & 240 Hz “amtlich fett” gemacht zu werden.

Bei den Rectifier-Modellen ist zu berücksichtigen, dass sie ihren Punch IMMER aus den Powertubes holen.
Die Originale klingen demnach bei geringen Lautstärken nicht wie gewohnt: man neigt dazu, zu viel Gain reinzudrehen, um diese “Manko” auszugleichen. Und das ist auch der einzige Fehler, den man aus meiner Sicht mit diesen Class A/B 6L6 Kraftwerken machen kann.
Also: Gain unter 7 und Master – am besten an einer 4*12″ – gut aufdrehen und die Riff-Sonne geht auf 🙂

Die brachialen Lautstärke-“Probleme” hat man am AX8 naturgemäß nicht zu befürchten….man sollte sich jedoch immer die Wirkungsweise der modellierten Amps vergegenwärtigen, um deren maximale Authentizität später beim Spielen herüber bringen zu können.

Dies alles findet bereits Berücksichtigung in meinem Custom Metal-Patch Set💪🏻

Vorteil für dich: einfach downloaden, per AX8-Edit und USB auf deinen Modeller übertragen und sofort abrocken 🤟🏻🎸🔥

 

Viel Spass beim Spielen und “erleben” meiner Interpretationen von den vier Metall-Klassikern, die mich über viele Jahre auch als “Real-Amp” begleiten. Im AX8 nun auch Bandscheiben-freundlich;-)

Mein Custom Metal-Set als Zip-Ordner zum download:

ENGL Savage 120 MK II
Mesa Rect-O-Verb 50
Mesa Dual Recitifier
Mesa Boogie MK II C+

Hier klicken zum Download der Presets von google drive.

Bin auf dein Feedback gespannt und gerne auch ein Upload zu einem Song,
den du mit diesen Presets produzieren konntest👋🏻

 

Chapman Guitars ML-3 RC Signature Robert Chapman 

Heute im Rock-Test das Custom-Shop Modell vom Firmenchef himself:
Mit der ML-3 RC hat sich Chappers einen Klassiker in seinem eigenen Hause verwirklicht, die an die traditionellen Korpus- und Volumenstarken Modelle aus dem Hause Gibson sowie PRS mit einer Telecaster-Optik aus dem Hause Fender angelehnt sind, Best of all Worlds könnte man meinen. In der Tat überzeugt das ordentlich produzierte Instrument aus dem Mid-Price-Segment nach einigen Modifikationen an Steg und Settings. Das ist normal für Gitarren aus dieser Herkunft und in der Liga um die 1.000 EUR.
Grundsätzlich rate ich jedem Gitarristen sich mit der Modifizierung und Settings seiner Instrumente auseinander zu setzen. Das erspart möglicherweise nicht nur den Kauf anderer Modelle (auf denen mal sich vom Spielgefühl wohler fühlt) , es fördert auch das Verständnis für das eigene Instrument und die eigenen Spielvorlieben. In gut 3 Jahrzehnten mit den Saiteninstrumenten habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Gitarristen – einmal die Grundlagen des professionellen SetUps erklärt – viel glücklicher und zu besseren Musiker machen kann, da sie plötzlich in der Lage sind, EINS mit ihrem Instrument zu werden.

Mal schauen, ob ich demnächst mal ein SetUp-Video für optimal auf einen selbst angepasste Gitarren produziere….

Zurück zur  MonkeyLord ML-3: Der satte Mahagoni-Korpus hängt ausgewogen am Gurt und spielt sich auch im Sitzen ausgewogen. Das “gesunde” Gewicht von über 4 kg kommt dem Ton zu gute, trägt sich dennoch auch längere Zeit noch rückenfreundlich;-)

 

Mit 24 Jumbo Frets, Groover Tuner und Seymour Duncan  Hot Rail (Hals)  & 59 Little (Steg) kommt die Hardware “erwachsen” daher. Diese Komponenten überzeugen in der Kombination mit einen Medium-Gain- Setting am Amp und laden zum Riffing ein.

 

Der Hals liegt ausgewogen in der Hand und ist mit seinem leichtem C und schlanker Breite auf gut für das feste Greifen geeignet. Daumen über Griffbrett geht ebenso wie flottes Solieren in den hohen Lagen.

 

Der Klagtest mit den o.a. Ampmodellen verdeutlicht die Flexibilität der ML-3 RC. Im Video gehe ich ausführlich auf die jeweiligen PickUp-Kombinationen inkl Coil-Splitting ein. So hast du zu jeder PU-Einstellung mit jedem Amp-Modell den Überblick zum Klangpotential.

 

Viel Spass beim Anschauen und vor allem beim eigenen Testen der ML-3 RC.

Fazit: Als Rock-Gitarre wärmstens zu empfehlen: Daumen hoch gut gemacht, Chappers 😉👍🏻

Rockige Grüße
Harry

 

Hier geht’s zum Video:

Hier die Fotos zum Test:

About the author
Harry, Gitarrist und Medienproduzent aus Bremen. Als leidenschaftlicher Gitarrenspieler & “Gear”-Sammler teile ich hier meine ganz persönlichen Erfahrungen rund um Musiker-Themen. Funk, Rock, Fusion & Progressive-Metal. VLOGs, Grear-Reviews & Praxis-Tipps. Rock on!

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